Heraus zum 8. März – Es gibt keine Alternative zur Revolution!

Vor 95 Jahren wurde Rosa Luxemburg auf Grund ihres konsequenten Einstehens für die revolutionäre Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse von Freikorpssoldaten in Berlin ermordet. Sie hatte sich um die Jahrhundertwende als Wortfuehrerin des linken SPD-Fluegels hervorgetan. Rosa galt als radikale Kritikerin des Reformismus, da eine bedürfnisorientierte Produktion und Verteilung gesellschaftlichen Reichtums im Kapitalismus – auch auf Grund seiner zwangsläufigen Krisenhaftigkeit – nicht denkbar sei.

Endgueltig brach sie mit der SPD, als diese vor 100 Jahren im Parlament den Kriegskrediten zustimmte und damit ihr OK zum kaiserlichen Feldzug gegen Russland gab. Auch heute versucht der deutsche Imperialismus wieder seinen Einflussbereich auf
Kosten Russlands auszudehnen, wie aktuell die Unterstuetzung
faschistischer Kraefte in der Ukraine durch SPD-Aussenminister Frank Walter-Steinmeier zeigt.

SPD, Gruene und bald auch die Linkspartei begleiteten jeden Angriffskrieg heutzutage mit einem verlogenen Menschenrechtsimperialismus der mal das Fehlen von Demokratie und mal das Fehlen von Frauenrechten als Argument für das mechanisierte Abschlachten anfuehrt.

Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus…

Frauen sind von der herrschenden patriarchal-kapitalistischen
Gesellschaftsordnung und ihren Konsequenzen für das alltägliche Leben besonders betroffen. Nach wie vor unterliegen sie einer doppelten Ausbeutung, durch Zwang zur Lohnarbeit und zur Verrichtung von Reproduktionsarbeiten im Rahmen von Haushalt, Familie und Beziehung, die nicht entlohnt und geringschätzig behandelt werden. Ökonomisch besser gestellte Frauen geben diese Ausbeutungsverhältnisse weiter, indem sie sich kapitalistischer und rassistischer gesellschaftlicher Strukturen
bedienen und andere, meist migrantische, Frauen für die Verrichtung dieser Arbeiten prekär beschäftigen.

Auch der Zwang zur Lohnarbeit, das heißt, seine Arbeitskraft auf dem Markt feilzubieten und zu verkaufen, trifft Frauen in anderer Weise als Männer. Nach wie vor verdienen Frauen sowohl im Durchschnitt, als auch für die gleiche Arbeit weniger als Männer, sind häufiger prekär beschäftigt und arbeiten häufiger in Teilzeit. Aber auch die aus den kapitalistisch-patriarchalen Verhältnissen resultierende Konkurrenz in den individuellen und gesellschaftlichen Beziehungen ist unter Frauen spürbar stärker ausgeprägt und die Möglichkeiten über ihren Körper und ihr Aussehen selbst zu bestimmen sind deutlich restriktiver.

Verschlechtern sich die gesellschaftlichen Bedingungen durch ökonomische Krisen oder Kriege, dann verschlechtern sich in erheblichem Maße auch die Lebensumstände und Abhängigkeiten für Frauen. Sie sind noch stärker als Männer von Prekarisierung, Armut und/oder körperlicher bzw. sexueller Gewalt betroffen.

…werden nicht das Ende der Geschichte sein!

Doch seit jeher gibt es Frauen, die sich gegen die herrschenden
Verhältnisse zur Wehr setzen und sich organisieren. Wie die Frauen der Zweiten Fraueninternationale, auf die der 8. März zurückgeht. Wie in den Streiks der Textilarbeiterinnen Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago und der Pariser Commune aber auch heute in den nordafrikanischen und asiatischen Textilfabriken. Wie die feministischen und sozialen Initiativen in Indien, die öffentlich ein Ende der „Vergewaltigungskultur“ fordern. Wie das Engagement der Frauen in den sozialen Protesten die
weltweit aufflackern, in Südeuropa, dem Nahen Osten und Lateinamerika oder die mutigen Frauen in der Türkei/ Kurdistan und Rojava. Doch immer wieder müssen sie ihr Engagement für eine klassenlose Gesellschaft frei von Patriarchat und Ausbeutung mit dem Leben bezahlen, so wie Sakine Cansiz, eine der Begründerinnen der Arbeiterpartei Kurdistans, die vor einem Jahr
kaltblütig in Paris ermordet wurde.

In Gedenken an all diese Kämpfe und Weggefährtinnen werden wir weiterkämpfen und uns organisieren gegen patriarchale, rassistische undkapitalistische Ausbeutungsverhältnisse. Gegen den Imperialismus und seine linksliberalen und sozialdemokratischen Handlanger_innen bis, dass der Mensch kein geknechtetes Wesen mehr ist. Ganz so wie Rosa Luxemburg, die am Vorabend ihrer Ermordung schrieb: „Ordnung herrscht in Berlin! Ihr stumpfen Schergen! Eure ‚Ordnung‘ ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon rasselnd wieder in die Höhe richten und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: ‚Ich war, ich bin, ich werde sein!‘“

8.Maerz / 13 Uhr / S-BHF Gesundbrunnen / Internationalistischer Block

Dest Dan / fARAB [Frauen in der antifaschistischen Revolutionären Akton Berlin]

Frauenkämpfe und Erster Mai:

Keine Befreiung der Frau ohne Revolution – keine Revolution ohne Befreiung der Frau

Der erste Mai wird weltweit als Kampftag der Arbeiter_innen begangen, er geht zurück auf den von der nordamerikanischen Arbeiter_innenbewegung organisierten Generalstreik am 1. Mai 1886. In Erinnerung an die Massendemonstrationen und mehrtägigen Streiks, die blutig niedergeschlagen wurden und eine globale Welle der Solidarität auslösten, rief der Gründungskongress der Zweiten Internationale den Tag als weltweiten Kampftag ins Leben. Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago kämpften die Arbeiter_innen für den 8-Stunden-Tag und bis heute nehmen die Kämpfe um Arbeitsbedingungen und Löhne am ersten Mai eine zentrale Rolle ein. (mehr…)

Berlin: 400 gegen Patriarchat und Kapital

Ungefähr 400 Menschen beteiligten sich am Samstag, den 9. März an einer feministischen und internationalistischen Demonstration gegen patriarchale Zwangsstrukturen und kapitalistische Ausbeutung im Rahmen des internationalen Frauenkampftages 2013 vom Neuköllner Hermannplatz zum Heinrichplatz im Berliner Bezirk Kreuzberg.
Die kämpferische Demonstration, zu dem ein breites Bündnis linker, migrantischer und feministischer Gruppen unter dem Motto „Frauen kämpfen international“ aufgerufen hatte, begann kurz nach 15 Uhr am U-Bhf. Hermannplatz mit einer Rede der über 80-jährigen Antifaschistin und Widerstandskämpferin Erika Baum. Sie betonte die Notwendigkeit einer klassenkämpferischen Frauenbewegung auch im 21. Jahrhundert, da für die von Clara Zetkin und der sozialistischen Frauenbewegung propagierten Ziele auch noch über 100 Jahre nach dem ersten Frauenkampftag gekämpft werden müsse und rief die versammelten Frauen zum „gemeinsamen Widerstand gegen Patriarchat und Kapital auf“.
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Interview des Bündnisses in der Jungen Welt vom 1.3.2013

Am Freitag den 1. März wurde in der Jungen Welt ein Interview mit unserem Bündnis unter dem Titel
»Emanzipation nur mit Klassenkampf« Berliner Zusammenschluß »8. März« veranstaltet Demo und viele Aktionen. Gespräch mit Franka Fuchs“
veröffentlicht.
Hier gehts zum Interview: jw

Veranstaltungen im Rahmen des internationalen Frauenkampftages 2013

28. Februar „Widerstand der kurdischen Frauenbewegung“ Infoveranstaltung mit Diashow, Beginn mit kurdischer Volxküche nach der Veranstaltung Solitresen
19.30Uhr Irving Zola Haus – Soziales Zentrum, Ohlauer Str. 12 (Ecke Reichenberger Str.), Berlin-Kreuzberg

(ab) 7. März: „Frauenstreik – Geschichte der Streikbewegung“. Vernissage
19.30 Uhr, Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, Berlin

7. März: „Kämpfende Frauen im Einzelhandel“. Kaiser’s Kassiererin Emmely im Gespräch mit der DKP
19.30 Uhr Café Commune, Reichenberger Str. 157

8. März Demonstration der Women In Exile „Frauen raus aus den Lagern! Alle Lager Abschaffen!“
12 Uhr Potsdam-Hbf

8. März Diskussions-Stand (FLT und kurdisch/internationalistische Plattform)
ab 13 Uhr am Rathaus Neukölln

8. März Kundgebung der Stadtfrauenkonferenz „Mutig, solidarisch, international und vereint!“
17 Uhr Alexanderplatz

8. März: „Internationaler Frauentag im Zeichen von Clara Zetkin“
18 Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, Seminarraum 1 (VeranstalterInnen: DKP Berlin)

8. März. „Frauenquote“. Diskussion mit der ver.di-Jugend ab 18 Uhr
Raum 7a (Boell-Seghers-Tucholsky), ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, Berlin

8. März Busfahrt zur Demonstration am 9. März in Paris in Gedenken an die Ermordung der kurdischer Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez

8. – 11. März Filmreihe zum Frauentag
Regenbogenfabrik, Lausitzer Str.22 Berlin-Kreuzberg

9. März Demonstration „Frauen Kämpfen international gegen Patriarchat und Kapital!“
15 Uhr Hermannplatz

11. März: „Frauen in der Krise“. Diskussionsveranstaltung über die aktuelle Situation und Kämpfe von Frauen
19 Uhr, JUP, Florastr. 84, Berlin (VeranstalterInnen: SDAJ-Berlin)

19. März „Widerstand und gelebte Utopien – Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan“ Buchvorstellung
19 Uhr, Franz-Mehringplatz 1 (Münzenbergsaal), Berlin

Unterstützer_innen:
ARAB
ALB
Bedep
DKP
Dest Dan
Galerie Olga Benario
GEW jugend Berlin
Kurdischer Frauenrat Berlin
Leihbücherei Elli Fuchs
SDAJ
Verdi jugend Berlin
Yek-Kom e.V.

Heraus zum 8. März – Emanzipation heißt Klassenkampf!

Vor 80 Jahren starb Clara Zetkin, Lehrerin, Mahnerin zur Einheit gegen Faschismus und Krieg, Revolutionärin, Frauenrechtlerin, Vertreterin der Internationalen Roten Hilfe und Mitbegründerin der proletarischen Frauenbewegung in Deutschland und international.
Ihr und anderen Mitstreiterinnen ist es zu verdanken, dass durch den Beschluss der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz, im März 1911, zum ersten Mal der Internationale Frauentag begangen wurde.

Dabei standen die Forderungen um politische Mündigkeit – soziale und politische Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und der Kampf gegen den imperialistischen Krieg im Mittelpunkt. Zudem ging es um eine grundsätzliche Emanzipation durch revolutionäre Überwindung der kapitalistischen Eigentums- und Produktionsverhältnisse.

Pseudo-Emanzipation

Ein Großteil der über 100jährigen Forderungen der Frauenbewegung für Gleichberechtigung und Emanzipation gegen Ausbeutung und Unterdrückung haben noch heute Gültigkeit und sind aktueller den je.
Auch wenn Errungenschaften – wie das Wahlrecht für Frauen 1919 oder das Gleichbehandlungsgesetz von 1979 – wichtige Bestandteile und Voraussetzungen für das Wirken von Frauen mit anderen sozialen und ökonomischen Bewegungen bilden, bedeutet Emanzipation mehr als die bloße rechtliche Gleichstellung der Frau!

Heute verbinden viele mit der Emanzipation der Frau vor allem „Karriere, Freizeit und Familie unter einen Hut zu bringen“. Paradebeispiele sollen dabei etwa das Supermodel Heidi Klum, die rank und schlank, alleinerziehend mit vier Kindern ihren „Mann“ steht oder die junge und dynamische Familien- und Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) sein, die ganz offen diskutiert, dass man sich Emanzipation eben leisten können muss.
Wirkliche Unterdrückung komme demnach nur in sogenannten „armen“ und „unzivilisierten“ Ländern vor.

Auch wenn es Frauen rechtlich und gesellschaftlich möglich ist, die berufliche Karriereleiter zu erklimmen oder Führungspositionen zu besetzen, liegt die Kindererziehung und -versorgung, sowie der Haushalt oftmals nach wie vor in dem Zuständigkeitsbereich von Frauen. Gerade die als „Superfrauen“ titulierten Klums und Schröders können sich Hilfe im Haushalt oder für ihre Kinder leisten, während die Reproduktionsarbeiten sonst üblicherweise an Frauen hängen bleibt.

Und nicht nur in diesem Bereich hat sich wenig verändert: Nach wie vor arbeitet ein Großteil der Frauen in „typischen Frauenberufen“ – beispielsweise in der Pflege, Erziehung und in klassischen Dienstleistungsberufen. Nach wie vor werden vor allem Frauen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gezwungen. Das heißt, sie müssen sich mit mehreren Jobs gleichzeitig rumschlagen, um ihre Existenz zu sichern. Besonders alleinerziehende Frauen sind betroffen, da sie häufig nur in Teilzeit arbeiten können. Nach wie vor verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer!

Staat, Patriarchat und Kapitalismus

Ob in der BRD, Türkei, Nordkurdistan oder Indien – überall auf der Welt leben Frauen in patriarchalen Herrschaftsverhältnissen und sind mit Ausbeutung und Unterdrückung konfrontiert. Noch immer werden Frauen durch unbezahlte Erziehungs- und Hausarbeit im Privaten ausgebeutet, sind eingezwängt in belastenden familiären Strukturen oder betroffen von häuslicher und sexualisierter Gewalt.

Zur Zeit sorgen die Vergewaltigungen in Indien für viel Aufsehen, doch dass diese geschehen ist nichts neues. Schon im Oktober 2011 wurde die inhafiterte Soni Sori, der Kontakte zur maoistischen Bewegung vorgeworfen werden, von Polizisten brutal gefoltert und vergewaltigt. Die indischen Behörden tolerieren diese sexuellen Übergriffe und gehen Hand in Hand mit den Tätern. Sexualisierte Gewalt ist aber nicht nur dort ein Problem. 40 % der in Deutschland lebenden Frauen erlebt in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt.

Eine Kritik an diesem Zustand ist aber nicht ohne Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen möglich!
 Das heißt, die Frage der heutigen Geschlechterverhältnisse kann nicht losgelöst von der grundsätzlichen kapitalistischen Beschaffenheit dieser Gesellschaft gedacht werden. Eine Überwindung der herrschenden patriarchalen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist erst möglich, wenn wir es schaffen diese einengenden Geschlechterverhältnisse hinter uns zu lassen.

Frauenkämpfe – heute und morgen

Die aktuell geführten Kämpfen von Frauen – hierzulande und weltweit – gegen Unterdrückung und Ausbeutung, Rassismus, Patriarchat und Kapitalismus, zeigen: Kämpfen lohnt sich!
Seien es die streikenden Frauen bei Opel, die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen oder jene, die derzeit in den sozialen Netzwerken die alltäglichen sexistischen Grenzübertritte à la Brüderle (FDP) thematisieren. Oder die unzähligen Menschen, die nach der Vergewaltigung einer Studentin in Indien auf die Straße gehen, um gegen die dortigen frauenverachtenden, gesellschaftlichen Zustände zu protestieren.

Die ermordeten kurdischen Frauenrechtlerinnen und Freiheitskämpferinnen Sakine Cansiz, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez sind Symbolfiguren der Kämpfe von kurdischen Frauen. Unter der Losung »Wir Frauen sind die Ehre von niemandem – unsere Ehre ist unsere Freiheit« kämpften und kämpfen Sakine, Fidan, Leyla und viele andere kurdische Frauen heute nicht nur für Frieden und Anerkennung ihrer kurdischen Sprache und Kultur, sondern auch gegen patriarchale Unterdrückung und für ein selbstbestimmtes Leben. Sakine – Fidan – Leyla leben in unseren Herzen weiter! Hoch die internationale Solidarität – Şehit namirin!

Sowohl die historische, als auch die aktuelle Entwicklung der Forderungen der Frauenbewegung und ihre Kämpfe, gelten immer wieder als Grundlage für unseren weiteren Kampf.
Deswegen lasst uns, wie Clara Zetkin es benannte: „[…] Sorge tragen, dass der Frauentag nicht nur eine glänzende Demonstration für die politische [und soziale] Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, sondern darüber hinaus der Ausdruck einer Rebellion gegen den Kapitalismus, eine leidenschaftliche Kampfansage all den reaktionären Maßnahmen der […] Regierung ist.“

In diesem Sinne lasst uns gemeinsam und solidarisch kämpfen:

für eine soziale und politische Gleichberechtigung!
für die sexuelle und individuelle Selbstbestimmung!
für ein selbstbestimmtes Leben!
für die Abschaffung patriarchaler Strukturen!

Heraus zum Internationalen Frauenkampftag!

DEMONSTRATION | Samstag | 09. März | 15 Uhr | Hermannplatz

9.März 2013: Frauen kämpfen international gegen Patriarchat und Kapital

Um den internationalen Frauenkampftag 2013 werden von unserem Bündnis eine Reihe Veranstaltungen und Aktionen vorbereitet. Unter anderem rufen wir zu einer feministischen, klassenkämpferischen und internationalistischen Demonstration am Samstag den 9.März um 15 Uhr am U-BHF Hermannplatz unter dem Motto „Frauen Kämpfen international gegen Patriarchat und Kapital!“ auf. Desweiteren wird es eine Reihe von Veranstaltungen geben u.a. zum 80sten Todestag von Clara Zetkin, zur kurdischen Frauenbewegung, zu den Arbeitsbedingungen von Frauen im Einzelhandel, Frauenstreik und Frauen in der Krise. Weiter Infos demnächst hier…

1.Mai: Kohle, Küche, Kinder, Krise – der Druck steigt!

1.Mai: Kohle, Küche, Kinder, Krise – der Druck steigt!

Der 1. Mai steht seit über 125 Jahren als Symbol für soziale Kämpfe und gegen Ausbeutung und Unterdrückung.Weltweit wird er jedes Jahr von Millionen Menschen als Kampftag der Arbeiter_innen begangen. Im Zentrum steht, neben anderen sozialen Themen, die Arbeit und ihre Entlohnung, Themen, an denen sich bis heute die Unterdrückung der Frau klar erkennen lässt. Denn bis heute erhalten beispielsweise Frauen für die gleiche Arbeit einen geringeren Lohn. Deutschland nimmt dabei mit über 20% Lohnunterschied die Spitzenreiterposition im Vergleich der europäischen Länder ein. Und auch in leitenden Positionen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert, was jedoch nicht bedeutet, dass wir uns der Forderung nach einer Frauenquote anschließen, denn auch von einem Kapitalismus mit Frauen in Spitzenpositionen hat der Großteil der Bevölkerung keine Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen zu erwarten. Die Mehrheit der berufstätigen Frauen ist von je her im Niedriglohnsektor beschäftigt. Durch die im Zuge der Wirtschaftskrise massiv beschleunigte Prekarisierung von Lohnarbeitsverhältnissen, haben sich die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert. Viele Frauen sind von Entlassungen bedroht, wie zum Beispiel aktuell die Schlecker-Verkäuferinnen und werden zum Teil sogar gänzlich aus dem Arbeitsmarkt heraus gedrängt. Die aktuell diskutierte Einführung des „Betreuungsgeldes“ von monatlich 150 Euro würde eine solche Entwicklung nur weiter forcieren und Frauen zurück in die (ökonomische) Abhängigkeit von Ehe und Familie zwingen.

Ein in traditionellen ökonomischen Analysen häufig vernachlässigter Bereich der Arbeit ist die Reproduktionsarbeit (bzw. die Reproduktion der Arbeitskraft), die bis heute überwiegend von Frauen geleistet und entweder durch Ausbeutung (zum Beispiel in der Partnerschaft oder Familie) unentgeltlich angeeignet wird oder, als Lohnarbeit, mit geringer Entlohnung in prekären Beschäftigungsverhältnissen erfolgt. Ursache hierfür ist, dass es sich bei personengebunden Dienstleistungen, der sogenannten „Care“-Arbeit, um einen ökonomischen Sektor handelt, der, im Gegensatz zur landwirtschaftlichen oder industriellen Produktion sowie nicht-personengebundenen Dienstleistungen, wie dem Finanzwesen, keine Effizienzsteigerung aufweisen kann und daher auch keinen Profit abwirft. Das bedeutet, dass diese personengebundenen Dienstleistungen im Kapitalismus entweder so teuer sind, dass nur ein ganz geringer Teil der Bevölkerung sie sich leisten kann oder aber sie durch besondere Ausbeutungs- und Unterdrückungsmechanismen angeeignet werden müssen, ob nun verrichtet von Frauen, Migrant_innen, Hartz-IV-Empfänger_innen oder Rentner_innen.
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Veranstaltungen im Rahmen des internationalen Frauentags

3. März:
Großdemonstration „NEIN zu Feminizid und Genozid!“
11 Uhr Hauptbahnhof/Dom Köln

8. März:
Internationaler Frauentag – ein historisches Tagebuch
Kampf gegen Krieg, Faschismus, Ausbeutung und für Solidarität
19 Uhr Café Commune

9. März:
Die Freiheitsbewegung der Frauen Kurdistans
20.30 Uhr Zielona Góra | Grünberger Str.72

10. März. – 11.März:
Seminar für Frauen:
Neue Utopien für einen internationalistischen Feminismus
Schritte auf dem Weg in eine geschlechterbefreite Gesellschaft
Samstag, den 10.3.2012 12-18 Uhr und Sonntag, den 11.3.2012 15-18 Uhr
Migrationsrat Berlin – Brandenburg, Oranienstraße 34

11. März:
DKP-Matinee zum Internationalen Frauentag
„Her mit dem ganzen Leben“ Kultur und Politik, u.a. mit dem Hans-Beimler-Chor
11.00 Uhr, ND-Gebäude, Seminarraum 1, Franz-Mehringplatz 1

14.März:
Feminismus aus anarchistischer Perspektive am Beispiel Emma Goldmanns  
20:00 Uhr | Bunte Kuh | Bernkasteler Str. 78, 13088 Berlin

15.März: „Queer Theory gegengelesen: Judith Butler und ihre Positionierung zu sozialen Problematiken“
20:00 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstr. 10a, 10119 Berlin

19.März:
Traditionsbrüche und Widersprüche: Rotarmistinnen und sowjetische Frauen im II. Weltkrieg
19:00 Uhr | BAIZ | Christinenstr. 1 (Ecke Torstr.), 10119 Berlin

28.März:
Stencil-Workshop und Vortrag zum Buch „Revolutionäre Frauen“ sowie Geschlechtlichkeit und Sprache
18:30 Uhr | Bunte Kuh | Bernkasteler Str. 78, 13088 Berlin

weitere Termine vom frauenlesbentrans-bündnis:

Donnerstag | 8.März | 16 Uhr | FLT Only Demonstration

Auftakt:16 Uhr Familienministerium Glinkastr.24
Abschluss: 19 Uhr Mariannenstr.6 AbschlussKonzert:
Wonderska und Respect my fist

9.März: Die Freiheitsbewegung der Frauen Kurdistans


Info- und Diskussionsveranstaltung

Seit über 100 Jahren wird der 8. März als internationaler Frauentag begangen und weltweit gehen an diesem Tag Frauen auf die Strasse um gegen die patriarchale Verfasstheit der Gesellschaft zu protestieren. In Kurdistan und der Türkei, wo patriarchale und feudale Strukturen innerhalb der Familien und der Gesellschaft noch unmittelbarer als in Europa wirken, hat der 8. März zur Zeit eine sehr viele größere Bedeutung als in der BRD und wird kämpferischer begangen. Gerade die kurdische Frauenbewegung, die über vielfältige eigenständige Organisationen verfügt, hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, sowohl in den kurdischen Gebieten als auch weltweit. Anlässlich des internationalen Frauentags wollen wir uns deshalb mit der Geschichte der kurdischen Frauenbewegung und den
Organisierungsansätzen in der Zivilgesellschaft, auf Parteiebene und im Hinblick auf die „legitime Selbstverteidigung“ auseinandersetzen.

9. März | 20:30 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Str. 72 | Friedrichshain



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