Archiv für Februar 2011

Frauentagsbroschüre erschienen!

Bild Schon immer engagieren und organisieren sich Frauen weltweit für ihre Belange, als Symbol für all diese Kämpfe steht der 8. März. Vor 100 Jahren wurde der internationale Kampftag der Frauen erstmalig begangen. Auf Beschluss der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen versammelten sich 1911 Frauen in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, Österreich, und den USA. Bis heute kämpfen Frauen überall auf der Welt für Befreiung von patriarchaler Unterdrückung und kapitalistischen sowie feudalen Ausbeutungsverhältnisse. Wir sehen unsere politische Arbeit im Hier und Jetzt im Kontext dieser weltweiten Emanzipationsbestrebungen und möchten das 100jährige Jubiläum des Internationalen Frauentages zum Anlass nehmen, um einen Blick auf vergangene, aktuelle und zukünftige Kämpfe zu werfen. Deshalb haben wir zusammen mit einem Bündnis verschiedener linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre erarbeitet die grade jüngeren Genoss_innen einen Einstieg in das Thema „Geschlechterrollen/Frauenunterdrückung“ ermöglichen soll. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und hoffen das sie euch Lust macht sich an den den Aktionen, Demos und Veranstaltungen rund um den 8.März 2011 zu beteiligen.

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Veranstaltung zum 8. März 2011:

100 Jahre Frauenkampftag: Gemeinsam gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung

Wo steht die Frauenbewegung 100 Jahre nachdem der Internationale Frauentag ins Leben gerufen wurde? Welche Kämpfe wurden und werden geführt und wie könnte eine revolutionäre und klassenkämpferische Perspektive aussehen? Diesen Fragen möchten wir uns am 8. März 2011 in der junge Welt-Ladengalerie widmen. Einleitend wird eine Referentin einen Überblick über die Kämpfe der Vergangenheit geben. Anschließend referiert eine Vertreterin der Sozialistien Deutschen Arbeiterjugend zur aktuellen Situation junger Frauen in Deutschland und der daraus resultierenden Notwendigkeit feministischer Kämpfe in der Bundesrepublik. Einen Blick über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus wirft eine Referentin der kurdischen Bewegung, die uns von den unter Kriegsbedingungen stattfindenden Emanzipationsbestrebungen der Frauen in Kurdistan berichten wird. Abschließend versucht eine Queerfeministin aus der autonomen Bewegung aufzuzeigen, wo sich die aktuellen Kämpfe hinbewegen und wie eine revolutionäre Perspektive aussehen könnte.

Mit Sinem (SDAJ)

Jihan (kurdische Frauenbewegung)

Anja (autonome Queerfeministin)

Moderation: Claudia Wangerin

Dienstag | 8.März | 19 Uhr | junge Welt – Ladengalerie | Torstraße 6

Heraus zum 8.März 2011! Yasasin 8 Mart!



Zusammen Kämpfen gegen Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung!

Vor 100 Jahren, am 19. März 1911, wurde zum ersten Mal der Internationale Frauenkampftag begangen. Allein in Deutschland nahmen über eine Million (mehrheitlich) Frauen und Männer an Veranstaltungen und Demonstrationen teil. Eingebunden in die Kämpfe der internationalen sozialistischen Bewegung, forderten die Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in erster Linie politische Mündigkeit (Frauenwahlrecht) und Gleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig ging es jedoch auch um eine grundsätzliche Emanzipation im Rahmen einer revolutionären Überwindung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. So Clara Zetkin in der “Gleicheit” zum Frauentag: „Wir müssen Sorge tragen, daß der Frauentag nicht nur eine glänzende Demonstration für die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, sondern darüber hinaus der Ausdruck einer Rebellion gegen den Kapitalismus, eine leidenschaftliche Kampfansage all den reaktionären Maßnahmen der besitzenden und ihrer willfähigen Dienerschaft, der Regierung ist.“

Auch heute sind diese Forderungen nach wie vor aktuell. Ob in der Türkei/Nordkurdistan oder in den europäischen Metropolen. Überall auf der Welt leben Frauen in patriarchalen Herrschaftsverhältnissen, sind konfrontiert mit Ausbeutung und Unterdrük-kung. Nach wie vor werden Frauen durch unbezahlte Reproduktionsarbeiten ausgebeutet, bleiben in familiären Strukturen gefangen und sind betroffen von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Auf dem Arbeitsmarkt werden Frauen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gezwungen und müssen sich vermehrt mit mehreren Jobs gleichzeitig rumschlagen, um ihre Existenz zu sichern. Deshalb gilt auch heute die Frage der Geschlechterverhältnisse nicht losgelöst von der grundsätzlichen kapitalistischen Beschaffenheit der Gesellschaft zu denken und für die Perspektive einer revolutionären Überwindung dieser Verhältnisse einzutreten. Dazu wollen wir rund um den 8. März mit Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen beitragen.

DEMONSTRATION | Freitag | 11. März | 16 Uhr | U-BHF Rathaus Neukölln
VERANSTALTUNG | Dienstag | 8. März | 19 Uhr | junge Welt-Ladengalerie | Torstraße 6

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