Archiv für März 2014

Heraus zum 8. März – Es gibt keine Alternative zur Revolution!

Vor 95 Jahren wurde Rosa Luxemburg auf Grund ihres konsequenten Einstehens für die revolutionäre Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse von Freikorpssoldaten in Berlin ermordet. Sie hatte sich um die Jahrhundertwende als Wortfuehrerin des linken SPD-Fluegels hervorgetan. Rosa galt als radikale Kritikerin des Reformismus, da eine bedürfnisorientierte Produktion und Verteilung gesellschaftlichen Reichtums im Kapitalismus – auch auf Grund seiner zwangsläufigen Krisenhaftigkeit – nicht denkbar sei.

Endgueltig brach sie mit der SPD, als diese vor 100 Jahren im Parlament den Kriegskrediten zustimmte und damit ihr OK zum kaiserlichen Feldzug gegen Russland gab. Auch heute versucht der deutsche Imperialismus wieder seinen Einflussbereich auf
Kosten Russlands auszudehnen, wie aktuell die Unterstuetzung
faschistischer Kraefte in der Ukraine durch SPD-Aussenminister Frank Walter-Steinmeier zeigt.

SPD, Gruene und bald auch die Linkspartei begleiteten jeden Angriffskrieg heutzutage mit einem verlogenen Menschenrechtsimperialismus der mal das Fehlen von Demokratie und mal das Fehlen von Frauenrechten als Argument für das mechanisierte Abschlachten anfuehrt.

Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus…

Frauen sind von der herrschenden patriarchal-kapitalistischen
Gesellschaftsordnung und ihren Konsequenzen für das alltägliche Leben besonders betroffen. Nach wie vor unterliegen sie einer doppelten Ausbeutung, durch Zwang zur Lohnarbeit und zur Verrichtung von Reproduktionsarbeiten im Rahmen von Haushalt, Familie und Beziehung, die nicht entlohnt und geringschätzig behandelt werden. Ökonomisch besser gestellte Frauen geben diese Ausbeutungsverhältnisse weiter, indem sie sich kapitalistischer und rassistischer gesellschaftlicher Strukturen
bedienen und andere, meist migrantische, Frauen für die Verrichtung dieser Arbeiten prekär beschäftigen.

Auch der Zwang zur Lohnarbeit, das heißt, seine Arbeitskraft auf dem Markt feilzubieten und zu verkaufen, trifft Frauen in anderer Weise als Männer. Nach wie vor verdienen Frauen sowohl im Durchschnitt, als auch für die gleiche Arbeit weniger als Männer, sind häufiger prekär beschäftigt und arbeiten häufiger in Teilzeit. Aber auch die aus den kapitalistisch-patriarchalen Verhältnissen resultierende Konkurrenz in den individuellen und gesellschaftlichen Beziehungen ist unter Frauen spürbar stärker ausgeprägt und die Möglichkeiten über ihren Körper und ihr Aussehen selbst zu bestimmen sind deutlich restriktiver.

Verschlechtern sich die gesellschaftlichen Bedingungen durch ökonomische Krisen oder Kriege, dann verschlechtern sich in erheblichem Maße auch die Lebensumstände und Abhängigkeiten für Frauen. Sie sind noch stärker als Männer von Prekarisierung, Armut und/oder körperlicher bzw. sexueller Gewalt betroffen.

…werden nicht das Ende der Geschichte sein!

Doch seit jeher gibt es Frauen, die sich gegen die herrschenden
Verhältnisse zur Wehr setzen und sich organisieren. Wie die Frauen der Zweiten Fraueninternationale, auf die der 8. März zurückgeht. Wie in den Streiks der Textilarbeiterinnen Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago und der Pariser Commune aber auch heute in den nordafrikanischen und asiatischen Textilfabriken. Wie die feministischen und sozialen Initiativen in Indien, die öffentlich ein Ende der „Vergewaltigungskultur“ fordern. Wie das Engagement der Frauen in den sozialen Protesten die
weltweit aufflackern, in Südeuropa, dem Nahen Osten und Lateinamerika oder die mutigen Frauen in der Türkei/ Kurdistan und Rojava. Doch immer wieder müssen sie ihr Engagement für eine klassenlose Gesellschaft frei von Patriarchat und Ausbeutung mit dem Leben bezahlen, so wie Sakine Cansiz, eine der Begründerinnen der Arbeiterpartei Kurdistans, die vor einem Jahr
kaltblütig in Paris ermordet wurde.

In Gedenken an all diese Kämpfe und Weggefährtinnen werden wir weiterkämpfen und uns organisieren gegen patriarchale, rassistische undkapitalistische Ausbeutungsverhältnisse. Gegen den Imperialismus und seine linksliberalen und sozialdemokratischen Handlanger_innen bis, dass der Mensch kein geknechtetes Wesen mehr ist. Ganz so wie Rosa Luxemburg, die am Vorabend ihrer Ermordung schrieb: „Ordnung herrscht in Berlin! Ihr stumpfen Schergen! Eure ‚Ordnung‘ ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon rasselnd wieder in die Höhe richten und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: ‚Ich war, ich bin, ich werde sein!‘“

8.Maerz / 13 Uhr / S-BHF Gesundbrunnen / Internationalistischer Block

Dest Dan / fARAB [Frauen in der antifaschistischen Revolutionären Akton Berlin]